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Quellen

Wichtige Quellen für unsere Art hypnosystemisch zu arbeiten und die SySt®Praxis sind die Hypnotherapie Milton H. Ericksons und in der Nachfolge seine Schüler Stephen G. Gilligan und Gunther Schmidt; die Schule von Milwaukee mit der Lösungsfokussierten Kurztherapie und dessen Begründern Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, sowie deren Kollegen Yvonne Dolan und Luc Isebaert; die Systemische Familientherapie und die Arbeit mit Skulpturen von Virginia Satir.

Für die Aufstellungsarbeit, die ursprünglich meist Familienaufstellungsarbeit war, sind die Wurzeln bei Thea Schönfelder, Ruth McClendon und Les Kadis, von denen Bert Hellinger das Verfahren übernahm und für seine Arbeit des Familienstellens weiterentwickelte. Für uns besonders wichtig sind Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer, in deren Institut in München wir eine 4-jährige Weiterbildung absolviert haben. Sie haben in den letzten 20 Jahren als Erweiterung der in der Schule von Milwaukee von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelten Gesprächsform Strukturaufstellungen in Theorie und Praxis fundiert, lernbar gemacht und stets verfeinert. Sie prägten auch den Begriff der transverbalen Sprache, die das Verbale, das Nonverbale umfasst und das Individuelle übersteigt, indem sie auch das zugänglich macht, was zwischen Personen eines abgebildeten Systems besteht. Dabei dient der ganze Körper als Wahrnehmungsorgan in der abgebildeten Struktur eines bestimmten Systems. Der Fachbegriff für diese Art der Wahrnehmung ist „repräsentierende Wahrnehmung“. Und diese Art der Wahrnehmung weist auf eine weitere Quelle hin, denn bereits im Psychodrama (Moreno) wird mit einer Art von repräsentierender Wahrnehmung, dem „Doppeln“ gearbeitet.

Und schliesslich finden wir verschiedenste Arten „hypnosystemischer“ Arbeit überall auf der Welt seit offenbar mehr als 10’000 Jahren, indem beispielsweise Trance wesentlicher Bestandteil von Heilungsritualen war und bei wichtigen Anlässen intensiv genutzt wurde. In diesem Zusammenhang gäbe es wiederum viele Quellen zu nennen. Exemplarisch für die vielen, die sich um das Weitertragen dieses kostbaren Erbes verdient gemacht haben, möchten wir zwei Personen erwähnen. Francesca Masen Boring vereinigt in eindrücklicher Weise die rituellen Elemente und Zeremonien indianischer Ureinwohner mit ihrer Aufstellungspraxis und sensibilisierte uns, auf einfache rituelle Elemente in unserer Kultur aufmerksamer zu werden. Daan van Kampenhout erstellt eine zusammenhängende Theorie der energetischen Dynamiken einer Aufstellung in der Sprache des Schamanismus. In sorgfältiger Weise spricht er über seine persönlichen Erfahrungen der Natur der Seele und deren Bewegungen. Die Vielfalt der Formen als Möglichkeit der Struktur sind ein wunderbares universelles Geschenk.

Stichworte und Literaturhinweise

Hypnotherapie von Milton H. Erickson: Sprachgebrauch, z.B. absichtlich mehrdeutige Formulierungen. Die Aufmerksamkeitsfokussierung auf Fähigkeiten, sein Verständnis vom Unbewussten, dass es schneller und effizienter ist als das Bewusste. Symptom /Problem/Widerstand als wertvoller Hinweis auf ein Bedürfnis usw.

Milton H. Erickson: Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson. Hrsg. Sidney Rosen. Iskopress. Salzhausen, 7. Auflage 2007.
Stephen G Gilligan: Liebe dich selbst wie deinen Nächsten. Die Psychotherapie der Selbstbeziehung. Carl Auer. Heidelberg, 2. Auflage 2004.
Gunther Schmidt: Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Carl Auer. Heidelberg 2005.

Lösungsfokussierte Gesprächsführung und Kurztherapie: Steve de Shazer und Insoo Kim Berg; Lösungen sind möglich ohne Problemanalyse; das Denken in Auswirkungen statt in Ursachen, die Fokussierung auf Unterschiede statt auf Inhalte. Der Glaube daran, dass der Kunde die Lösung in sich trägt, diese vielleicht nur vergessen hat.

Steve De Shazer: Worte waren ursprünglich Zauber. Von der Problemsprache zur Lösungssprache. Carl Auer. Heidelberg 2009.
Steve de Shazer & Yvonne Dolan: Mehr als ein Wunder. Lösungsfokussierte Kurztherapie heute. Carl Auer. Heidelberg 2008.
Luc Isebaert: Kurztherapie, ein praktisches Handbuch. G. Thieme Verlag 2009.

Familienrekonstruktion, -therapie und Skulpturarbeit Virginia Satir und weitere Vertretern der Palo Alto Gruppe; Darstellung, Konstruktion von Wirklichkeit, G. Bateson: das systemische Grundprinzip der Kontextbezogenheit; R. Bandler und J. Grinder: Neurolinguistisches Programmieren, Zeitlinie, Oberflächenstruktur und Tiefenstruktur.

Gregory Bateson: Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Suhrkamp TB 2010.
Virginia Satir u.a.: Das Satir-Modell, Familientherapie und ihre Erweiterung. Junfermann Verlag Paderborn 2000.

Familienaufstellungsarbeit Thea Schönfelder, Ruth McClendon und Les Kadis, Bert Hellinger: Die Benennung eines Fokus und einzelne Aufstellungsprinzipien.

G. Weber, Gunther Schmidt, Fritz B. Simon: Aufstellungsarbeit revisited … nach Hellinger? Carl Auer. Heidelberg 2005.

SySt®-Aufstellungen als Interventionssystem und Sprache. Da die SySt® eine Sprache sind, kann mit ihnen im Prinzip alles sprachlich Ausdrückbare symbolisiert werden, solange die Grammatik dieser Sprache berücksichtigt wird. Von anderen Aufstellungsformen unterscheiden sich SySt® insbesondere im Aufbau eines grammatischen Regelsystems und in der lösungsfokussierten Haltung.

Insa Sparrer: Einführung in Lösungsfokussierung und Systemische Strukturaufstellungen. Carl Auer Systeme, Heidel¬berg 2007.
Insa Sparrer: Systemische Strukturaufstellungen. Theorie und Praxis. Carl Auer. Heidelberg 2006.
Matthias Varga von Kibéd, Insa Sparrer: Ganz im Gegenteil.Tetralemmaarbeit und andere Grundformen Systemischer Strukturaufstellungen, für Querdenker und solche, die es werden wollen. Carl Auer. 7. Auflage Heidelberg 2011.
Francesca Mason Boring: Botschaftem aus dem indigenen Feld. Ritualle Elemente und Zeremonien in Systemaufstellungen. Carl Auer. Heidelberg 2009.
Daan van Kampenhoout: Die Heilung kommt von ausserhalb. Schamanismus und Familien-Stellen. Carl Auer. 3. Auflage Heidelberg 2008.



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